100 berühmte Frauen“ – ein Kunstprojekt, das sich der Darstellung bedeutender Frauen der Geschichte widmet. Die Serie begann 2023 und umfasst Porträts von Persönlichkeiten wie Frida Kahlo, Nofretete, Clara Zetkin, Virginia Woolf ... Jedes Porträt erzählt von Mut und Glauben an eine bessere Welt.

Diese Frauen haben Grenzen überschritten, gegen Widerstände gekämpft. Ihre Namen verblassten leider häufig in Geschichtsbüchern, einige wurden kaum erwähnt. Mit jedem Pinselstrich erwecke ich sie zum Leben – ihre Zweifel, ihre Triumphe, ihre Entschlossenheit werden sichtbar. Es geht mir dabei nicht darum, etwas völlig Neues zu erschaffen, sondern ihre Geschichten so zu erzählen, dass wir sie spüren können. Jede Farbe ist eine Botschaft: „Wir waren hier, wir haben gekämpft, wir haben verändert.“

Noch viele Geschichten warten darauf, erzählt zu werden. Doch die ersten Porträts sind bereits eine Brücke zwischen unseren Generationen, eine Erinnerung daran, dass jeder Kampf, jeder Traum zählt. Sie sind ein Ruf an alle Frauen: Glaubt an euch, träumt große Träume, geht euren Weg! Denn in jedem von uns steckt die Kraft, eine neue außergewöhnliche Geschichte zu schreiben.

Bertha von Suttner wurde 1843 in Prag in einer verarmten Adelsfamilie geboren.

 

Als junge Frau arbeitete sie als Erzieherin bei der Familie von Suttner in Wien. Dort verliebte sie sich in den jüngsten Sohn des Hauses Arthur von Suttner, was zur Entlassung führte. Sie heirateten und verbrachten viele Jahre im Kaukasus, wo sie ihren Lebensunterhalt vor allem durch schriftstellerische Arbeit sicherten.

 

1889 veröffentlichte sie ihren Roman Die Waffen nieder!, der zu einem zentralen Werk der internationalen Friedensbewegung wurde. Das Buch erzählte vom Grauen des Krieges durch die Augen einer Frau – eine Perspektive, die für ihre Zeit radikal und mutig war.

 

Bertha wurde zur Stimme des europäischen Pazifismus. Sie gründete und leitete Friedensvereine und setzte sich sich für internationale Schiedsgerichte ein. 1905 erhielt sie als erste Frau den Friedensnobelpreis.

 

Sie sah Frieden nicht als Idealismus, sondern als eine klare Pflicht politischer Entscheidungsträger. Kurz vor ihrem Tod warnte sie vor dem Ersten Weltkrieg. 1914 starb sie in Wien – wenige Wochen bevor Europa in den Krieg stürzte.

 

Ihr Werk erinnert uns daran, dass Frieden kein Selbstläufer ist, sondern immer wieder neu gesichert werden muss. Bis heute gilt Bertha von Suttner als eine der wichtigsten Frauen der internationalen Friedensbewegung. 

 

Nr. 37 in meiner Porträt-Serie.

 

"Bertha von Suttner"

Porträt-Serie "100 berühmte Frauen"

Öl auf Leinwand

30x40 cm

 

Video zum Malprozess:

👉Porträt Bertha von Suttner | Art Vlog