100 berühmte Frauen“ – ein Kunstprojekt, das sich der Darstellung bedeutender Frauen der Geschichte widmet. Die Serie begann 2023 und umfasst Porträts von Persönlichkeiten wie Frida Kahlo, Nofretete, Clara Zetkin, Virginia Woolf ... Jedes Porträt trägt eine Geschichte in sich, erzählt von Mut und Glauben an eine bessere Welt.

Sie haben Grenzen überschritten, gegen Widerstände gekämpft. Ihre Namen verblassten häufig in Geschichtsbüchern. Mit jedem Pinselstrich erwachen sie zum Leben – ihre Zweifel, ihre Triumphe, ihre Entschlossenheit werden sichtbar. Es geht nicht darum, etwas völlig Neues zu erschaffen, sondern ihre Geschichten so zu erzählen, dass wir sie spüren können. Jede Farbe trägt eine Botschaft: „Wir waren hier, wir haben gekämpft, wir haben verändert.“

Viele Geschichten warten darauf, erzählt zu werden. Doch die ersten Porträts sind bereits eine Brücke zwischen den Generationen, eine Erinnerung daran, dass jeder Kampf, jeder Traum zählt. Sie sind ein Ruf an alle Frauen: Glaubt an euch, geht euren Weg! Denn in jedem von uns steckt die Kraft, eine neue außergewöhnliche Geschichte zu schreiben.

Louise Aston, eine Frau, die sich nicht beugen ließ – weder Konventionen noch Erwartungen.

 

Geboren 1814 in Gröningen, wuchs sie in einem theologischen Haushalt auf, doch ihr Geist strebte nach Freiheit. Mit 17 zur Ehe gezwungen, erkannte sie früh, dass Liebe kein Besitz sein darf. Sie verließ ihren Mann und wurde zur Stimme der Rebellion – gegen patriarchale Zwänge und bürgerliche Moral.

 

In Berlin rauchte sie öffentlich, trug Hosen und diskutierte mit Revolutionären – ein Skandal für ihre Zeit.

Ihre Romane und Gedichte waren Manifestationen weiblicher Selbstbestimmung. Sie schrieb über freie Liebe, über das Recht auf Selbstentfaltung, über das Leben jenseits der Norm.

Die preußische Polizei beobachtete sie, verbannte sie – doch ihr Denken ließ sich nicht vertreiben.

Im Jahr 1848 gründete sie die Zeitschrift „Der Freischärler“, ein radikales Sprachrohr für politische und soziale Kritik. Ihre Worte waren wie Feuer – brennend, klärend, unbequem.

„Ich verwerfe die Ehe, weil sie zum Eigentum macht, was niemals Eigentum sein kann“ – ein Satz, der bis heute nachhallt.

Louise Aston war eine Pionierin der Frauenrechte, lange bevor es dafür ein Wort gab.

Sie lebte kompromisslos, dachte scharf, liebte leidenschaftlich. Sie wurde diffamiert, ausgegrenzt, doch nie gebrochen.

Ihr Grab in Wangen im Allgäu ist still – doch ihre Gedanken sind laut geblieben.

Ein Vermächtnis für alle, die sich nicht fügen wollen.

 

"Louise Aston"

Serie "100 berühmte Frauen"

Acryl auf Malplatte

Entstehungsjahr 2024

 

Video zum Malprozess:

👉 Porträt von Louise Aston | 100 berühmte Frauen